Wer nach einem unverzichtbaren Stück britischen Exploitation-Horrors der 70er Jahre sucht, sollte bei *Satan's Slave (1976)* genauer hinschauen. Dieser Film ist kein polierter Blockbuster, sondern besticht vor allem durch seine klaustrophobische Atmosphäre und seinen unverwechselbaren Low-Budget-Charme. Wer sich auf einen beklemmenden, oft surrealen Trip in die Abgründe eines Teufelskultes einlassen möchte, wird hier fündig. Regisseur Norman J. Warren gelingt es, mit einfachen Mitteln eine zutiefst verstörende Stimmung voller Paranoia und Misstrauen zu erzeugen, die unter die Haut geht. Besonders hervorzuheben ist Michael Gough, der als charismatischer und doch zutiefst diabolisch agierender Onkel eine absolut denkwürdige Performance liefert und dem Film eine unheilvolle Gravitas verleiht. Doch auch Candace Glendenning als geplagte Protagonistin überzeugt in ihrem verzweifelten Kampf gegen das Böse. Fans des okkulten Horrors, des psychedelischen Kinos und des einzigartigen Flairs britischer B-Movies jener Ära, die über einige handwerkliche Ungenauigkeiten hinwegsehen können, sollten sich dieses bizarre und hypnotische Werk nicht entgehen lassen. Es ist ein faszinierendes Zeitdokument, das beweist, dass echtes Grauen nicht immer ein riesiges Budget braucht.