Vergessen Sie konventionelle Bewertungen; „Body Invaders“ (2012) ist keine Doku, die man *bewertet*, sondern eine, die man *erlebt*. Angesichts einer Bewertung von 0/10 mag das paradox klingen, doch genau hierin liegt ihr unbestreitbarer, eigenwilliger Reiz. Was Chris Rowes Werk zu einem einzigartigen Spektakel macht, ist seine unerschrockene und oftmals unfreiwillig komische Herangehensweise an ein Thema, das man so wohl noch nie zuvor auf der Leinwand gesehen hat. Es ist ein Film, der die Grenzen des Dokumentarfilms auf eine Weise auslotet, die sowohl verwirrend als auch zutiefst faszinierend ist. Man sitzt gebannt da, hin- und hergerissen zwischen Kopfschütteln und sprachlosem Staunen, und kann doch die Augen nicht abwenden. Gary Beadles Präsenz ist dabei ein wahrer Ankerpunkt im Chaos, eine Performance, die man einfach gesehen haben muss, um sie zu glauben – seine unaufdringliche, aber doch merkwürdig überzeugende Art trägt maßgeblich zur bizarren Atmosphäre bei. Wer sich für Filme jenseits des Mainstreams interessiert, für Werke, die so eigenwillig sind, dass sie eine eigene Kategorie verdienen, oder wer einfach nur erleben möchte, wie ein Film die Konventionen des Geschichtenerzählens auf den Kopf stellt – und dabei vielleicht auch unfreiwillige Lachkrämpfe auslöst –, der sollte „Body Invaders“ unbedingt eine Chance geben. Es ist keine Doku im herkömmlichen Sinne, sondern ein Phänomen, über das man noch lange sprechen wird, und das beweist, dass eine niedrige Bewertung manchmal das interessanteste Qualitätsmerkmal sein kann.