
John Wick genießt seinen frühen Ruhestand in der Vorstadt. Doch als seine Frau einer tödlichen Krankheit erliegt, verfällt er in Trauer. Nur sein Hund bleibt ihm noch als Gefährte. Als eines Tages jedoch drei russische Gangster in sein Haus einsteigen und seinen treuen Begleiter töten, holt ihn seine finstere Vergangenheit ein, war er doch früher der Top-Auftragskiller an der Ostküste. So tauscht er schließlich die Vorstadtidylle gegen jede Menge Feuerkraft und macht sich, auf Rache sinnend, auf die Suche nach den Einbrechern. Einer von ihnen ist Iosef Tarasov, der Sohn des einflussreichen Verbrecherbosses Viggo Tarasov, für den Wick selbst einmal gearbeitet hatte. Doch für Freundschaft ist kein Platz in dem Rachefeldzug und so hat er bald auch den ehemaligen Kollegen Marcus an seinen Fersen hängen...
„John Wick“ ist nicht nur ein Film, er ist ein Phänomen, das das moderne Actionkino neu definiert hat. Was hier als Rachefeldzug beginnt, entpuppt sich schnell als ein stilistisch brillantes Action-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht. Keanu Reeves liefert als titelgebender Ex-Auftragskiller eine ikonische Performance ab; seine stoische Entschlossenheit und physische Hingabe in den akribisch choreografierten Kampfszenen sind unübertroffen. Der Film etabliert dabei ein faszinierendes Universum mit eigenen, undurchsichtigen Regeln und Codes, das den Zuschauer sofort in seinen Bann zieht. Die Action ist makellos choreografiert, eine bahnbrechende Mischung aus Schusswaffen und Nahkampf, oft als „Gun-Fu“ bezeichnet, bei der jeder Kampf ein visuelles Ballett der Zerstörung darstellt. Die düstere, neonbeleuchtete Ästhetik und der pulsierende Soundtrack schaffen eine unvergessliche, knallharte und doch elegante Atmosphäre. Neben Reeves glänzen auch Darsteller wie Willem Dafoe und Michael Nyqvist, die dem Rachefeldzug zusätzliche Gravitas und Tiefe verleihen. Trotz aller Härte besitzt der Film ein überraschend packendes emotionales Zentrum. Wer auf innovative, knallharte Action, makellose Choreografie und eine Welt mit Suchtfaktor steht, sollte „John Wick“ auf keinen Fall verpassen – ein Adrenalinkick, der die Messlatte für das Genre neu gesetzt hat und ein absolutes Muss für jeden Fan.